ACI - machen guten Wein




ACI

ACI sind Astrid und Chrige, zwei Frauen, die neben ihrem Berner Berufsalltag fast jede freie Stunde in ihren Tessiner Rebbergen verbringen, dort Reben schneiden, mähen, Triebe einschlaufen, Netze spannen, alte Stöcke ausreissen und neue Reben nachpflanzen. Und auf dem Weg zur Arbeit im Weinkeller in Bern bei den Weinen vorbeischauen.


Vinifer

Natur pur? Rebberge kann man eigentlich nicht als 'naturnah' bezeichnen. Unsere Weingärten wurden terrassiert, auch die Rebstöcke werden nicht ihrer natürlichen Entwicklung überlassen. Wir arbeiten 'gegen' die Natur, wenn wir die Pflanze, die als Liane nur immer weiter wachsen möchte, fortwährend schneiden, ordnen und heften, damit die Triebe gleichmässig besonnt werden und wir an ihre Früchte kommen. Wir versuchen, dem Boden Sorge zu tragen, machen fast alles von Hand und mähen nicht den ganzen Rebberg gleichzeitig, damit der Weingarten Lebensraum bleibt.


Das Malcantone ist kleinräumig. Es lässt auf den steilen, der Sonne zugewandten Flanken seiner Hügel keine grossflächigen Monokulturen zu. Unsere Weingärten befinden sich an den Rändern der Nutzflächen, in unmittelbarer Nähe zum Wald und zu unkultivierten Abhängen. So scheuchen wir zwischen den Rebzeilen Rebhühner auf, stolpern über Kröten und Schlangen, es summt, brummt und zwitschert aus den ungemähten Streifen und den Hecken rundum.


Auch Reh und Hirsch lieben das Zartgrün und knabbern gern die Frühlingstriebe der Reben ab. Und wenn der Frost und andere Wetterkapriolen etwas für uns ausgelassen haben, versuchen die Dachse im Herbst unsere Trauben vorzeitig zu ernten... So ist das in und mit der Natur - wir haben immer zu tun und jedes Jahr beginnt ein neues Abenteuer.